Rufanlagen sind mehr als rote und grüne Knöpfe

Analysiert man den Einsatz von Rufanlagen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen, so findet man im Wesentlichen die Funktionen einer klassischen Lichtrufanlage. Die Rufauslösung erfolgt willentlich per Tastendruck, die Signalisierung der DIN VDE 0834 geschuldet über Zimmersignalleuchten. Wenn auch heute oft verpackt in Türbeschilderungssysteme.

Die Weiterleitung von Rufen auf mobile Geräte hat sich in Hinblick auf eine schnelle und ortsunabhängige Übertragung von Informationen der Rufanlage bewährt. Oft sind jedoch die laufenden Kosten für Reparaturen sehr hoch. Als Alternative werden zunehmend Rufanlagen mit Displaymodulen realisiert – schnelle Informationen, dort wo sich das Personal aufhält – jedoch keine Reparaturen durch unsachgemäße Handhabung.

Rufanlagen über Telefontechnik sind eine Herausforderung. Im ersten Moment verlockend, jedoch haben die meisten Hersteller ihre Lösungen vom Markt genommen. Viele Anwender stehen damit vor der Problematik, TK-Lösungen, die erst vor wenigen Jahren realisiert wurden, schon nach kurzer Zeit wieder auszutauschen. Und meistens ist das Leistungsnetz für die Rufanlagen vieler Hersteller ungeeignet.

Zunehmend rücken Randthemen wie Anschlusskabel und Steckverbinder in den Vordergrund, ohne jedoch das Personal zu entlasten und den Bewohnern mehr Sicherheit zu geben.

Wo liegt die Zukunft moderner Rufanlagen?

Rufanlagen sollen das Personal unterstützen

Wie kann das Personal im Zeitalter schneller Informationen entlastet werden? Rufe, die von Patienten oder Bewohnern willentlich ausgelöst werden, sind in wenigen Sekunden an die Mitarbeiter übertragen.

Doch was ist, wenn sich Hilfsbedürftige der notwendigen Hilfe nicht bewusst sind? Eine der bekanntesten Anwendungen ist der sogenannte „Wegläufer-“ oder „Desorientiertenschutz“. Gefährdete Menschen führen einen Ident-Sender mit sich, der über eine Elektronik an der Tür erkannt wird und einen automatischen Türalarm generiert.

Im Idealfall wird sogar die Person identfiziert und die Information zielgerichtet auf den zugehörigen Wohnbereich oder die Station übertragen.

Akustische Rufauslösung

Die Sicherheit im Zimmer wird dadurch erhöht, dass in der Nacht eine akustische Raumüberwachung aktiviert wird. Durch lautes Rufen wird ein spezielles Terminal aktiviert und die Nachtwache kann sogar über ihr mobiles Telefon unmittelbar beruhigend einwirken.

Sensoren erkennen Gefährdungspotential

Das automatische Erkennen von Gefährdungspotential schützt Bewohner und Patienten, da die Pflegekräfte schneller informiert werden. Das Verlassen des Bettes in der Nacht, Stürze, Rauchentwicklung u.a. können heute über intelligente Sensoren detektiert werden.

Artikel teilen oder drucken ... Share on Xing
Xing
Share on Facebook
Facebook
Share on Google+
Google+
Print this page
Print